KunstGenuss am Kloster

Mehr als 2000 Besucher beim siebten KunstGenuss

Der bereits zum siebten Mal vom Heimatverein ausgerichtete KunstGenuss auf dem historischen Herzebrocker Klosterareal hat sich zu einem wahren Publikumsmagneten entwickelt. Zwischen Mauer- und Teichbühne, Kirche und Klosterkeller flanierten am Samstag, 8. September 2018, mehr als 2000 Besucher und genossen dabei die kulturellen und kulinarischen Köstlichkeiten.

„Die Veranstaltung hat sich zu Recht zu einem Höhepunkt im Gemeindekalender entwickelt“, sagte Dr. Achim Brandenburg, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins, in seiner Begrüßungsansprache.

Das musikalische Programm, dass auf drei kleinen Bühnen und in der St.-Christina-Kirche im halbstündigen Wechsel erklang, bot für jeden etwas. Der weit über die Region bekannte deutsch-afrikanische Gospelchor „Akuna Matata“ nutzte nicht nur die akustischen Möglichkeiten der Kirche, sondern bot sein Klangvolumen und seine Friedensbotschaft auch einmal am Klosterteich dar. Die Gruppe „Trefoil“ (Bild links Mitte) – drei Gitarren-Routiniers aus dem Münsterland – begeisterten mit Country-Folk-Pop – großenteils im mehrstimmigen Gesang. Sie nahmen die Zuhörer mal melancholisch, mal auch rhythmisch mit auf eine musikalische Reise.

Mit geschulter Stimme und sensibler Gitarrenbegleitung zog das Duo „Beauty and the Beard“ (Bild links unten) die Zuhörer in seinen Bann, zweimal draußen in der Gartenanlage und einmal in der Kirche. Für die renommierte und professionelle Sängerin Kathrin Horstkötter aus Verl war es eine Art emotionales Heimspiel: Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Herzebrock. Das kulturelle Programm wurde abgerundet durch die Lyrik-Vorträge von Rainer Moritz aus Rheda-Wiedenbrück, der das Thema „Stille“ in seinen Texten bearbeitet und vermittelt, ergänzend unterbrochen durch klangliche Elemente.

Alles in allem hatten die Besucher die Wahl zwischen leisem Genuss und griffigem Gitarrenspiel, zwischen leidenschaftlichem Chorgesang und emotionalen Liebesliedern – eine Mischung, die bestens ankam.

Als gegen 20 Uhr die Dämmerung einsetzte, ließen weit über 100 Strahler und Projektoren in Kombination mit über 250 Flammschalen und Kerzen eine licht-verzauberte Atmosphäre entstehen, mit der das Programm des Abends einen besonderen Hintergrund bekam. Wechselnde Projektionen im Kirchenhimmel sowie Ansichten aus der Vogelperspektive auf den Mauern rundeten das Licht-Erlebnis ab. Das Beleuchtungskonzept wurde vom Heimatverein zusammen mit Project One –Veranstaltungstechnik aus Bielefeld entwickelt und realisiert.

Doch damit nicht genug: Auf den Teichen waren in diesem Jahr als besondere Hingucker Segelboote zu sehen. Und am Wegrand hatten Schüler der von-Zumbusch-Gesamtschule Arbeiten aus dem Kunstunterricht ausgestellt.

Für eine aufsehenerregende Kunstaktion zeichnete Hauptorganisator Karl-Hermann Schlepphorst verantwortlich: Er hatte per Beamer auf den Kirchturm den Schriftzug „Schwarze Schafe gibt es überall . . .“ projiziert. In der Höhe lugte zudem die Statue eines Schafes aus dem Turmfenster. Wie das gemeint war? „Das bleibt jedem selbst überlassen“, sagte Schlepphorst mit einem Schmunzeln.