Heimatverein Herzebrock e.V.

Herzlich willkommen beim Heimatverein Herzebrock

Der Heimatverein Herzebrock hat nun seit einiger Zeit einen neuen Internetauftritt. Neue Inhalte werden kontinuierlich hinzugefügt, es lohnt sich also immer wieder mal reinzuschauen. In unseren umfangreichen Archiven schlummern viele hochinteressante Materialien, die wir nach und nach veröffenlichen werden.

Wenn Sie kreativ mitwirken wollen, sprechen Sie einfach einen aus unserem Team an, welches diese Homepage (Heimatseite) betreut.

Das sind Judith Ahlke und Ralf Ostermann.

Viel Freude beim Stöbern

(Übrigens: Der Klick auf das Logo führt immer zurück zur Startseite!)

Aktuelle Informationen

Vortrag zu "Höfe in Herzebrock" am 10. November (Klick)

Der Vortrag zum Thema "Höfe in Herzebrock" von Heimatvereinsmitglied Jan Althöfer stieß am Abend des 10. Novembers im Pfarrzentrum auf ein riesiges Interesse. Althöfer gab spannende, informative und medial hervorragend ausgearbeitete Einblicke in die 600-jährige Geschichte alter Höfe, die teils bis heute fortbestehen. Die Grundlage seiner Erkenntnisse: ein Verzeichnis, das im Jahr 1425 einen Tag vor dem Martinstag im Kloster Herzebrock angelegt wurde.

Auf dem Weg der Erinnerungskultur am 2. November (Klick)

Mehr als 50 Tielnehmer begaben sich am Sonntag, 2. November, gemeinsam mit Ortsheimatpfleger Karl-Hermann Schlepphorst und Heimatvereins-Vorstandsmitglied Hans- Bernhard Vielstädte auf den Weg der Erinnerung. Der gut zweistündige Rundgang begann am Kriegerdenkmal in der Ortsmitte, führte dann zur Gedenkstele für die aus Herzebrock vertriebenen jüdischen Mitbürger und anschließend zum Friedhof, wo der in Herzebrock tätigen Zwangsarbeiter des NS-Regimes und der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs gedacht wurde.

An allen Erinnerungsorten fanden Schlepphorst, Vielstädte und Schüler der Israel AG des Rhedaer Einstein-Gymnasiums bewegende und einordnende Worte. Schlepphorst sagte: „Wir haben eine Verantwortung in der Gegenwart, wenn wir Populismus sehen, wenn Demokratie in Frage gestellt wird und die Spaltung der Gesellschaft droht, in der Autokraten und diktatorische Machthaber die Oberhand gewinnen – teilweise demokratisch gewählt, wie damals, 1933. Wir brauchen die Erinnerung für ein mutiges Nie wieder!“

Vortrag über Herzebrocker Urkataster am 10. Oktober (Klick)

Heimatvereinsmitglied und Hobby-Geschichtsforscher Jan Althöfer hielt am 10. Oktober einen Vortrag unter dem Titel „200 Jahre Urkataster in Herzebrock“. Zahlreiche Interessierte verfolgten seine Ausführungen im Herzebrocker Pfarrzentrum und erfuhren dabei spannende Details aus der Lokal- und Regionalgeschichte.

Literaturspaziergang am 4. Juli (Klick)

Was für eine Genuss! 80 Beteiligte erlebten am 4. Juli im Klostergarten einen abwechslungsreichen, humorvollen und musikalisch stilvoll begleiteten Literaturspaziergang. Schauspieler Jürgen Keuchel sowie Flötisten und Gitarristen der Kreismusikschule Gütersloh gestalteten einen ganz besonderen Sommerabend, an den sich viele gerne erinnern werden.

 

Jahreshauptversammlung am 16. März 2025 – mit neuer Satzung (Klick)

Auf der Jahreshauptversammlung am 16. März haben die Mitglieder des Heimatvereins eine neue Satzung beschlossen, die als wichtigste Neuerung die Wahl eines Teamvorstands ermöglicht. Der Teamvorstand regelt seine Zuständigkeiten selbst. Die Zahl der Mitglieder des Teamvorstands, mindestens fünf und höchstens neun Mitglieder, wird durch die Mitgliederversammlung vor der Wahl des Vorstands festgelegt. Ein Teamvorstand wird im Wege der Blockwahl auf die Dauer von drei Jahren gewählt.
Da die Neuerung erst beim Amtsgericht eingetragen werden muss, bevor sie gültig wird, bleiben die Vorstandsmitglieder nach Zustimmung der Mitglieder bis zur nächsten Jahreshauptversammlung im März 2026 im Amt. Dann wird vermutlich erstmals ein Teamvorstand gewählt.

Der 2. Vorsitzende Dr. Achim Brandenburg macht gleich in seiner Begrüßung zur Hauptversammlung deutlich, dass der Heimatverein dringend auf „jüngere Gesichter angewiesen ist, die unsere Anliegen in die Zukunft tragen". Es fänden sich kaum noch Menschen, die bereit seien „ihre Freizeit in einem so hohen Maße zur Verfügung zu stellen“.

Das Protokoll der Jahreshauptversammlung kann hier durch Klicken eingesehen werden.

 

Historische Grabtafeln auf dem Friedhof Herzebrock

Erinnerung an Personen, die Ortsgeschichte mitgeschrieben haben.

Ein Monument von beachtlicher Größe - zwei mal zwei Meter, 28 cm stark, Gewicht  ca. 2,5 Tonnen -  schwebte Anfang April 2024 über Teile des Herzebrocker Friedhofs und wurde unweit des Hochkreuzes aufgestellt. Die Wand aus Buntsandstein besteht aus einem Stück und dient als Träger für darin eingearbeitete, historische Grabplatten, die aus dem 19. und 20. Jahrhundert vom ältesten Teil des Friedhofs stammen. Auf Initiative des Heimatvereins Herzebrock wurde eine Idee des Bildhauers Hans-Bernhard Vielstädte nach Rücksprache mit der Gemeinde als Friedhofsträgerin realisiert. Die Platten wurden von Bernhard und Hans-Bernhard Vielstädte in den vergangenen Jahrzehnten beim Abbau ausgedienter Grabmale ausgebaut und sichergestellt.

Geistliche und Amtmänner des 19. und 20. Jh.

Die auch künstlerisch beachtenswerten Tafeln von Landdechant und Pfarrer Johannes Huy und Kaplan August Pagenkemper benennen die ersten beiden Geistlichen, die auf dem von Pfarrer Huy selbst 1878 eingeweihten Friedhof am Hochkreuz beigesetzt wurden. Die Namen, Lebensdaten und priesterlichen Symbole sind äußerst filigran aus Marmor erhaben gearbeitet. Die Platten stammen teilweise aus einer Zweitverwendung, d.h. zuletzt wurde die Rückseite nochmals für ein anderes Grab genutzt; wertvolles Material wurde im vorletzten Jahrhundert von Steinmetzen mehrfach verwertet.

Eine weitere, ebenfalls aus Marmor gestaltete Tafel ehrt nicht nur „Frau Amtmann A.M. Breme“, sondern erinnert durch die früher übliche Benennung von Frauen auch an den ersten demokratisch gewählten kommunalen Verwaltungsbeamten des damaligen Amtes Herzebrock,  Amtmann Friedrich-Wilhelm Breme. Darunter wurde ein aus dem Grabmal von Josef Debus gesägter Ausschnitt angeordnet. Debus war Amtsbürgermeister, weigerte sich, der NSDAP beizutreten, und wurde deshalb 1935 von den Nazis seines Amtes enthoben; nach ihm ist die Debusstraße benannt. Ein Grabspruch rundet das beeindruckende Gesamtbild der Wand ab: „Milder Jesu, Herrscher du! Gib den Seelen ew`ge Ruh!“

Aufwändige Montage

Die Aufstellung des Monuments war natürlich mit einigem Aufwand verbunden. Die Dimension erforderte zunächst eines Standsicherheitsnachweis, der die Ausmaße und Größenordnung des Fundaments vorgab. Das wurde mit einer Tiefe von gut einem Meter und entsprechender Bewehrung von Mitgliedern des Heimatvereins in Eigenleistung erstellt – im August letzten Jahres, noch unter Mitwirkung des jüngst verstorbenen Vorsitzenden Hans-Hermann Strickmann, der sich im Vorfeld auch um alle zu klärenden Fragen gekümmert hat. Weiterhin im Einsatz waren bis zur Aufstellung der Wand Helmut Kintrup, Hermann-Josef Mathmann, Ralf Ostermann, Karl-Hermann Schlepphorst, Hans-Bernhard Vielstädte und Franz-Josef Wonnemann.

Der Transport der Wand zum Standort auf dem Friedhof funktionierte letztlich nur mit einem Spezialfahrzeug und zuletzt über 30 Meter auf dem „Luftweg“ per Autokran von der Fürst-Adolf-Straße aus. Diesen speziellen Teil der Aktion erledigte eine Fachfirma. Die Heimatfreunde und Friedhofsgärtner Ulrich Westermann sorgten unter anderem für die aus Sicherheitsgründen notwendigen Absperrungen. Nach einigen Startschwierigkeiten ging der eigentliche Transport wie geplant problemlos vonstatten. Wie zuvor berechnet wurde die Bundsandsteinwand aufgerichtet und mit Stahldübeln sowie aufgebrachtem Mörtelbett maßgenau mit dem massiven Betonfundament sicher verbunden.


Heimatverein trauert um verstorbenen Vorsitzenden Hans-Hermann Strickmann

Am 26. Januar 2024 ist unser Vereinsvorsitzende Hans-Hermann Strickmann nach einem tragischen Unfall im Alter von erst 68 Jahren verstorben. Wir haben einen ganz besonderen Menschen verloren, der dem Heimatverein in den vergangenen Jahren in unvergleichlich positiver Art seinen Stempel aufgedrückt hat. Sein Tod lässt uns fassungslos zurück. Der schmerzliche Verlust wird uns jeden Tag mehr bewusst.

Hans-Hermann war seit mehr als 25 Jahren im Vorstand unseres Heimatvereins tätig. Im Jahr 2015 wählte ihn die Mitgliederversammlung zum 1. Vorsitzenden. Viele Aktivitäten tragen seine Handschrift, haben die Arbeit des Heimatvereins über lange Jahre geprägt. Erinnert sei beispielsweise an das Jubiläumsjahr "1150 Jahre Herzebrock", die Sanierung des Gewölbekellers im Kloster-Nordflügel, die Veranstaltung "KunstGenuss am Kloster", den jährlichen Martinsumzug, die Sonderausstellungen in den beiden Museen des Heimatvereins, den Literaturspaziergang im Klostergarten und die Erinnerungswand für das Landstreicherehepaar Adam und Eva in Pixel.

Als Paohlbürger und guter Netzwerker führte Hans-Hermann Menschen für heimatliche Projekte zusammen. Er konnte gut auf die Leute zugehen und passende Worte finden. Wichtige Anliegen trieb er entschieden voran, verlor die Ziele nie aus den Augen.

Zu diesen Zielen zählte, die Zukunft des Heimatmuseums zu sichern. Der Umzug des Museums in das Pastoratsgebäude war ihm deshalb ein Herzensanliegen. An den vorbereitenden Maßnahmen beteiligte er sich federführend und tatkräftig. Sein Wirken sah er als Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, aber insbesondere als Arbeit für die Zukunft.

Der Heimatverein Herzebrock verdankt Hans-Hermann Strickmann viel. Der Vorstand und die Mitglieder werden Ihn nicht vergessen. "Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme" - das war Hans-Hermanns Verständnis seiner ehrenamtlichen Tätigkeit. In diesem Sinne werden wir die Arbeit fortsetzen.

Zum Stöbern: Die Festschrift "Herzebrock 860 - 1950"

 

(Viel Freude beim Rückblick in die Vergangenheit!)

Erinnerung an den Maler und Grafiker Prinz Nikolaus zu Bentheim

Im Jahr 2013 hat der Heimatverein in Zusammenarbeit

mit dem Maler und Grafiker Prinz Nikolaus zu Bentheim

eine Winterausstellung durchgeführt.

Der Künstler ist am 27. März 2020 im Alter von 95 Jahren in Rheda verstorben.

Zu seinen Ehren zeigt der Heimatverein noch einmal die Bilder seiner Ausstellung.

(hier Bilderaufruf)

Altenteil von Caspar Ritter von Zumbusch - heute Wohnhaus seines Urenkels

WDR5 - Beitrag zum 100sten Todestag von Caspar-Ritter von Zumbusch (WDR - LINK)

Den Frosch kennen hoffentlich alle - viel Spaß beim Lesen

Herzebrock aus der Vogelperspektive