Ausstellungen Heimatmuseum

Winterausstellung 2019

Ankündigung der Ausstellung in der GLOCKE:

Herzliche Einladung zur Ausstellung

Rückblick: Winterausstellung 2018 im Heimatmuseum

Gesamtschüler zeigen künstlerisches Können

Bei der Winterausstellung 2018/19 haben Schüler der Von-Zumbusch-Gesamtschule in der Heimatstube Herzebrock ihre im Kunstunterricht entstandenen Werke der Öffentlichkeit präsentiert.

Unter dem Titel „Von Menschen, Tieren und Objekten“ waren vielfältige Arbeiten zu bewundern - darunter Malereien, Skulpturen, Pizzakartons mit tierischen Durchblick und 3-D-Effekt. Ein besonderer Hingucker aber war die Essens-Kunst - kleine Kunstwerke zum Anbeißen schön.

Bei seinen Eröffnungsworten dankte der Heimatvereins-Vorsitzende Hans-Hermann Strickmann für eine weitere gelungene Kooperation der Gesamtschule mit dem Heimatverein. Insbesondere lobte er die sehr gute Zusammenarbeit mit der Kunstpädagogin Birgit Schmalhorst.

Bei der Ausstellungseröffnung stellten einige Schüler persönlich ihre Arbeiten vor und zeigten dabei viel Engagement. Aktiv geworden waren die Schüler der Jahrgänge 5 bis 11 unter Federführung von Kunstlehrerin Schmalhorst, die ihren Schützlingen enorme Kreativität bescheinigte.

Schmalhorst betonte bei der Eröffnung: „Kunstunterricht spielt eine große Rolle und hat absolut seine Berechtigung im Fächerkanon von Schule." Auch wenn Eltern das manchmal anders sähen. Die Auseinandersetzung mit Kunst in der Schule fördert nach Überzeugung der Fachlehrerin den kreativen, kommunikativen und auch kritischen Umgang mit Bildern. Somit leisteten Kunststunden einen zentralen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung der Schüler.

Schmalhorsts Dank für die Möglichkeit zur Ausstellung der Schülerarbeiten galt neben Strickmann auch Karlheinz Buddenborg, Archivar des Heimatvereins. Ausdrücklich stellte die Pädagogin die sehr konstruktive, effektive und unkomplizierte Zusammenarbeit mit den Herzebrocker Heimatfreunden heraus.

Strickmann wiederum gab das Lob gerne zurück und dankte den engagierten und kreativen jungen "Ausstellungsmachern" für eine Winterausstellung der besonderen Art.

Einladungskarte:

Bildergalerie der Kunstobjekte der Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule

Erinnerung an den Maler und Grafiker Prinz Nikolaus zu Bentheim

Im Jahr 2013 hat der Heimatverein in Zusammenarbeit mit dem Maler und Grafiker Prinz Nikolaus zu Bentheim eine Winterausstellung im Heimatmuseum durchgeführt. Der Künstler ist am 27. März 2020 im Alter von 95 Jahren in Rheda verstorben. Zu seinen Ehren zeigt der Heimatverein hier die Bilder der vergangenen Ausstellung.

Sein Leben: Nikolaus war das zweite von vier Kindern des Adolf Fürst zu Bentheim-Tecklenburg (1889–1967), der seit 1909 Oberhaupt des Fürstenhauses Bentheim-Tecklenburg war, und seiner Gattin Amélie geb. Prinzessin von Schönburg-Waldenburg (1902–1995). Als Abkömmling einer adeligen Familie in Westfalen nahm er ab 1943 am II. Weltkrieg teil. Nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft studierte er in den Jahren 1946–1947 an der Kunstakademie Düsseldorf.

1948 arbeitete er als Bühnenbildnerassistent an der Staatsoper in München und ging 1949 auf Italienreise. In dieser Zeit hat er wohl Fabius von Gugel (1910–2000) kennengelernt, dessen starken künstlerischen Einfluss das Werk Bentheims zeigt. 1950–1952 nahm er das Kunststudium an der Werkschule Köln wieder auf, um anschließend als angestellter und freier Grafiker und Messedesigner zu arbeiten; seit 1970 wohnte er mit seiner Ehefrau Franziska geb. Gräfin Hoyos, Freiin zu Stichsenstein (1921–2009), die er 1951 geheiratet hatte, über dreißig Jahre in Rom. Die Ehe blieb kinderlos.

2005 kehrte er zurück in den Kreis Gütersloh, lebte erst in Clarholz, dann in Herzebrock und die letzten Jahre auf Schloss Rheda.

Sein Werk: Die Arbeiten Bentheims zeigen ein gebrochenes Verhältnis zu den bekannten Figuren aus Religion und Geschichte; sie sind mit einem anarchisch-verstörenden Blick in wahnwitzigen Bildern detailversessen und akribisch zu Papier und auf Leinwand gebracht. Dabei kann man den so entstandenen Bildern den mühevollen und zeitraubenden Prozess ihrer Entstehung ansehen.

Nach seiner Übersiedelung nach Rom im Jahr 1970 zeigte er in seinem Werk den starken Einfluss der pittura metafisica Giorgio de Chiricos (1888–1978) und wies starke Parallelen zu den ebenfalls von de Chirico beeinflussten Arbeiten Fabrizio Clericis (1913–1993) auf, mit dem er auch ein paar Lieblingsthemen teilte: Kolosseum, Minotaurus, Pyramiden.

Mit Fabius von Gugel teilte er die Begeisterung für die römische Monumentalarchitektur.