Herzebrocker Ortswappen im Torbogen am Kirchplatz
Initiative des Heimatvereins
Seit kurz vor Weihnachten 2025 hat das historische Ortswappen von Herzebrock auf Initiative des Heimatvereins Herzebrock seinen Platz im Torbogen am Kirchplatz gefunden und erinnert damit an die lange Geschichte des Ortsteils der Doppelgemeinde, die 1970 mit der Kommunalreform entstand und seit 1985 auch offiziell den Namen Herzebrock-Clarholz trägt.
Das Wappen ist aus Anröchter Dolomit gehauen, einem grünlich-grauen Kalksandstein, der in unserer Region seit langem genutzt wird. Das von 1936 bis 1970 gültige Wappen zeigt den Wellenbalken und das steigende Pferd. Es weist auf den Ursprung des Namens Herzebrock hin, was „Pferdebruch“ bedeutet, also eine Moorlandschaft, in der es Pferde gibt.
Um 860 ist der Begriff erstmals nachgewiesen und die Schreibweise änderte sich im Laufe der Zeit immer wieder. Von „Horsabruoca“ über „Hersebruc“, „Hersebroke“ über „Hertzebrock“ bis zum heutigen „Herzebrock“ finden sich die verschiedenen Schreibweisen auf einer großen Stahlplatte, die das steinerne Wappen umfasst.
Ende 2023 hatte der Heimatverein den Beschluss gefasst, das alte Herzebrocker Wappen wieder in die Öffentlichkeit zu rücken. „Wir freuen uns, dass wir diese Tafel mit dem Namen des Ortes durch Finanzmittel und mit Hilfe heimischer Firmen des „Heimat-Schecks“ des Landes Nordrhein-Westfalen erstellen konnten.“, berichtet Hans-Bernhard Vielstädte, der gemeinsam mit Karl-Hermann Schlepphorst die Gestaltung übernommen hat und jetzt mit weiteren Ehrenamtlichen des Herzebrocker Heimatvereins die Tafel angebracht hat.
„Und wir sind unserem Vereinsmitglied Hermann Klüsener dankbar, dass er seine Wandfläche im Torbogen zur Verfügung gestellt hat.“
Die Tafel mit dem alten Herzebrocker Wappen befindet sich nun an einer passenden historischen Stelle, wo der frühere Klosterbezirk und der Gemeindebezirk aufeinandertreffen.
Die Wappen von Herzebrock und Clarholz
Das heutige Gemeindewappen integriert die gestalterischen Elemente beider Ortsteile. Es wurde von Erwin Kriesche zur Gebietsreform 1970 als Wettbewerbs-Entwurf eingereicht und angenommen. Seitdem ist es für Stempel, Siegel und als Wappen im Gebrauch.
Das ursprüngliche Clarholzer Wappen zeigt eine Eiche und ist nicht nur an mehreren Stellen in Clarholz zu sehen, sondern ziert auch die Fahnen der Schützenbruderschaft. Das Herzebrocker Wappen mit Wellenbalken und Pferd gibt es noch als Holz-Schilder an Straßen rund um Herzebrock und seit kurzem eben auch im Torbogen, der zum Herzebrocker Kirchplatz führt.
Text: Wöstheinrich




